Nein, das mit dem Fußball-Weltmeister sollte nichts werden für die „Albiceleste“. Der Trost-Schluck für die Lionel Messi-Freunde war passender Weise ein bitterer: „Fernet con Coca“ nennt sich der Longdrink, der in Argentinien – und eigentlich nur dort – ein Hit ist. Liebevoll auch als „Fernandito“ bestellt, gehört er zu den globalen Trinkphänomenen. Denn wenn man den Zahlen traut, konsumiert Argentinien drei Viertel der globalen Fernet-Produktion. Diese stammt aber in der Regel nicht aus Italien, sondern der seit 1941 existierenden Produktionsstätte in Parque Patrios, einem Teil der Hauptstadt Buenos Aires.
Zwar kam der bittere Italo-Drink schon mit den Einwanderungswellen vor dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien, doch der wahre Boom setzte viel später ein. Irgendwann in den 1990ern hob der Mix des Digestiv mit Cola so richtig ab. Zentrum dabei war die Fußball-Fans nicht unbekannte Stadt Córdoba. Dort entwickelte sich der Kult des Longdrinks, der bis heute ein Party-Renner ist. Oft wir er in größeren Gebinden abgemischt, aus denen dann alle ihren „Fernet con Coca“ trinken. Doch dabei ist Einigkeit wichtig. Denn das offizielle Mischverhältnis von 30% Fernet und 70% Cola ist nicht Jedermanns Sache.
Fernet con Coca
Zutaten:
4 cl Fernet Branca
10 cl Cola
Eiswürfel
Glas: Longdrink
Garnitur: keine
Zubereitung:
Das Glas großzügig (!) mit Eis befüllen. Fernet Branca eingießen und mit dem Cola auffüllen. Eiswürfel kurz mit einem Barlöffel anheben, aber nicht umrühren.
Als wir beim WM-Spiel zwischen Österreich und Argentinien bei formidablen Steaks im Boxwood den Drink bekamen, war es die „reverse“-Variante. Also kamen 70% Fernet und 30% Cola ins Glas. So trank ihn der „Asador“ nach seinem Grill-Tagewerk am liebsten. Und in diesem Moment verstand man den Slogan der Fratelli Branca – „Life is bitter“! Das könnte man auch als argentinischer Fußballer seufzen. Und sich einen weiteren „Fernandito“ mixen.
Bezugsquelle:
Fratelli Branca, Fernet-Branca ist um EUR 22,90 (0,7 Liter-Flasche) in allen Interspar-Filialen erhältlich, www.interspar.at





