Das bekannte „16er Blech“, die Ottakringer-Bierdose, trägt in der Regel Gelb. Doch einen Abend lang war in der Brauerei in Wien Orange angesagt. Als Farbe, aber auch beim Geschmack. Denn das Team um Braumeister Tobias Frank stellte sein neuestes Getränk vor. Genau genommen, war es sogar eine neue Getränke-Kategorie. „Der Aperitivo muss nicht zwingend mit Soda oder Prosecco gemischt werden“, begründete Geschäftsführer Florian Hochebner den Vorstoß in italienische Geschmackswelten: Denn der „Bier Spritz“ interpretiert den flüssigen Sommerhit mit Bier neu.
Dafür hat man in der Brauerei 80% Bier und 20% Orangenlimonade gemischt. Wer den Radler-Markt kennt, merkt gleich, dass es sich damit um ziemlich genau das Doppelte des Bieranteils handelt, als sonst üblich. Und auch der Alkohol von 4% vol ist mehr als die meist viel zu süßen Bier-Mischgetränke aufweisen. Die Limonade, die auf Bitterorangen-Geschmack setzt, ist ebenfalls nicht zu „lieblich“ ausgefallen. Schließlich sieht man sich auch als moderne Alternative zum Italo-Spritz. Und auch der ist nicht nur einseitig süß, sondern eben bitter und fruchtig.
Damit wissen wir, worauf wir das trinkprotokollarische Geschehen zentrieren müssen! Nun, eine ausgeprägte Orangen-Nase hat der neue Apéro, aber auch die herben Untertöne von Zitruszesten sind da. Der Schaum ist kurzlebig, doch wichtiger ist die Rezenz – alias Frische und Kohlensäure – am Gaumen. Und die hat der „Bier Spritz“ allemal. Frucht und Hopfen zeigen sich von Beginn an gut verwoben. Bei aller Süße ist das merklich kein „Fanta“. Vor allem im Finish vereinen sich die Bitternoten der Orangenlimo mit der Hopfenblume des verwendeten Biers. Dass man sich für einen hohen Anteil davon entschieden hat, ist goldrichtig. Oder, die man im „16ten“ vermutlich sagt: „Goldfassl“-richtig!
Bezugsquelle:
Ottakringer, „Bier Spritz“ kostet EUR 7,14 im Sixpack (6 x 0,33 Liter-Dose) in den Filalen von Spar, www.spar.at




