Trinkprotokoll
  • Cocktails
  • Wein Österreich
    • Wein Burgenland
    • Wein Kärnten
    • Wein Niederösterreich
    • Wein Oberösterreich
    • Wein Steiermark
    • Wein Wien
  • Wein Europa
    • Wein Deutschland
    • Wein Frankreich
      • Champagner
    • Wein Griechenland
    • Wein Italien
      • Schaumwein
    • Wein Kroatien
    • Wein Rumänien
    • Wein Schweiz
    • Wein Slowenien
    • Wein Spanien
    • Wein Ungarn
  • Wein Übersee
    • Wein Afrika
    • Wein Asien
    • Wein Nordamerika
      • Wein Kalifornien
    • Wein Südamerika
  • Spirituosen
    • Gin
    • Rum
    • Tequila
    • Weinbrände
    • Whiskey
    • Whisky
    • Wodka
  • Biere
  • Bleifrei
    • Kaffee
  • Über Trinkprotokoll
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
Weinbrände

Metaxa wird jünger und manche Engel haben weiter wenig Durst

By Roland Graf · On 28. März 2026
„Kostis“ Kalpaxidis führte durch eine Verkostung seiner neu verpackten Kreationen


Österreich mag seinen flüssigen Griechenland-Urlaub, den man im Reisebüro namens Metaxa glasweise buchen kann. Das belegten die Daten, über die am Rande in Konstantin Filippous Restaurant Mama Konstantina diskutiert wurde. 30% Anteil am Markt der Weinbrände hat das mit Rosen aromatisierte Destillat auf Muskateller-Basis. Was immerhin bedeutet, dass im Handel (und nicht beim „Griechen“ des Vertrauens an der Budel) 300.000 Liter pro Jahr verkauft werden. Doch es ging an diesem Abend weniger um die AC Nielsen-Zahlen.

Vielmehr stellte sich mit Konstantinos „Kostis“ Kalpaxidis der neue „Metaxa Master“ vor. Als Herr des Kellers folgt er dem langjährigen Hüter der Bestände Konstantinos Raptis, den alle Kostas nannten. Mit seiner ersten eigenen Kreation, dem gänzlich neuen „Metaxa Orange“ hatte er erste Duftmarken gesetzt. Vor allem sollte die eher als Partydrink, denn als Digestiv positionierte Novität auch eine Verjüngung der Marke einläuten. Diese setzt sich nun auch optisch fort, wie Huity Konstantinidou ankündigte. Man wolle „jünger werden“, so die vielen Jahren als Art Außenministerin der Marke fungierende Griechin.

Das Flaschen-Design des „5 Stars“ macht den Auftakt, daher startete man auch mit dem Blockbuster (50% des gesamten Metaxa-Verkaufs!) in die Verkostung in Wien-Döbling. Doch so richtig heimelig wurde es bei Filippous „Garnelen Saganaki“, dem dann der heimliche Liebling mit den 12 Sternen im Glas folgte. Für den „12 Stars“ kommen gleich alle Register des Geschmeidigen zum Einsatz. Rosinen, Toffee, Malz-Limonade und „Stollwerck“ sind allesamt zulässige Gedanken, die man beim Riechen dieses Aushängeschilds haben kann.

Soft und ohne Kanten tritt einem dieser Metaxa entgegen. Das saftige Mundgefühl des ersten Schlucks unterstreicht das noch – mit einem dicken, mit Karamell gezogenem Strich sogar. Pfeffer, Macis und Piment liefern den gewürzigen, trockeneren Part, doch das finale gehört einem cremig-sanften Ausklang. Dunkel und doch so angenehm wie eine Schnürlsamt-Hose legt sich Milchkaffee-Sanftheit auf den Gaumen.

Doch damit endet der griechische Reigen bei Mama Konstantina nicht. Denn Kostis und Huity hatten ja auch noch die neue Version des ungewöhnlichsten Destillats mit. Dieses stammt aus den Fässern, die am wenigsten Alkohol verlieren und werden in einer speziellen mikroklimatischen Ecke der Keller von Kifisiá bei Athen. Dort steigt der Alkohol langsam, was nun auch der neue Name signalisiert: „Angel’s Treasure Single Cask Strength“ – das Prinzip haben wir hier schon einmal beschrieben. 42,8% vol bringt dieser Schluck mit. Und es sollte auch nicht weniger sein. Denn die komplexe Geschmacksarchitektur will auch von etwas getragen sein.

Aromatisch bringt die neue Fassung ein Odeur mit, dass zu ihrer nuss-braunen Erscheinung im Glas passt. Es riecht nach Walnuss pur, ehe sich dann die lange Fasslagerung in einer Fülle von Patisserie-Düften entlädt. Kokoskuppel, Schokotrüffel und Nusskuchen hat der in den Fässern wohnende Konditor da alchemistisch in die kantige Flasche mit der Rarität gebracht. Geschmacklich zeigt sich eine Kaffee-Creme-Geilheit, die man früher als Füllung der „Kaffee-Indianer“ kannte (und als erstes ableckte, ehe das Kuchengaberl zum Einsatz kam).

Auch bei diesem Metaxa genießt man diese Note zuerst, aber nur, weil sie präsenter ist als der Geschmack der Sherry-artig intensiven Trockenfrüchte, allen voran Datteln. Der extrem viskose Brand ist übrigens auch jener, der die Rosenblätter-Noten des Metaxa am deutlichsten aufweist. Es hatte schon seinen Sinn, dass er als Dessert neben der Nachspeise Konstantin Filippous gereicht wurde!


Bezugsquelle:

Metaxa, „12 Stars“ ist um EUR 29,90 erhältlich, der „Angel’s Treasure Single Cask Strength“ um 189,90 EUR, beide bei, www.weisshaus.at

 

 

 

5 StarsAngels‘ TreasurecellarsdatesDattelHuity KonstantinidouKaffee-IndianerKifisiáKokoskuppelKonstantin FilippouKostis KalpaxidisMacisMama KonstantinaMetaxa-MasterMilchkaffeerosesRosinenSaganakiSchokotrüffelSingle Cask Strengthtoffee
Share

Autor: Roland Graf

You Might Also Like

  • Weinbrände

    Made in China: „Koya“ bringt Weinbrände aus Shandong

  • Cocktails

    Lip-Smacker aus Griechenland: So mixt man einen „Sarmatini“

  • Weinbrände

    Alle fünf Jahre wieder: Louis XIII gewährte eine Cognac-Audienz

Übersicht

  • Cocktails
  • Wein Österreich
    • Wein Burgenland
    • Wein Kärnten
    • Wein Niederösterreich
    • Wein Oberösterreich
    • Wein Steiermark
    • Wein Wien
  • Wein Europa
    • Wein Deutschland
    • Wein Frankreich
      • Champagner
    • Wein Griechenland
    • Wein Italien
      • Schaumwein
    • Wein Kroatien
    • Wein Rumänien
    • Wein Schweiz
    • Wein Slowenien
    • Wein Spanien
    • Wein Ungarn
  • Wein Übersee
    • Wein Afrika
    • Wein Asien
    • Wein Nordamerika
      • Wein Kalifornien
    • Wein Südamerika
  • Spirituosen
    • Gin
    • Rum
    • Tequila
    • Weinbrände
    • Whiskey
    • Whisky
    • Wodka
  • Biere
  • Bleifrei
    • Kaffee
  • Über Trinkprotokoll
    • Impressum
    • Datenschutzerklärung
  • Home
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Designed by kessler.at