Was ist das jetzt genau? Man merkt es der Kommunikation rund um die Neuheiten des Mineralwasser-Marktführers Vöslauer an, dass hier Neuland wartet. „Inspiriert von klassischen Aperitif-Geschmackswelten“ oder „erwachsene Zielgruppe“ liest sich anders als die mit Mineralien oder Fruchtgeschmack angereicherten „Near Waters“, die so viele Fans haben. Dabei vergißt man gerne, dass „Vöslauer“ auch den Mut hatte, als erster Bitterlimonaden mit Wurzeln und Kräutern ins Regal zu bringen. Bei unserem letzten Gespräch an der Quelle (wörtlich: in Bad Vöslau) erwähnte das Erfolgsunternehmen das als einen der wenigen Flops der jüngeren Produktgeschichte.
Diesmal ist mit „Fizzz“ aber zumindest ein bekannter herber Geschmack zurück in der Wasserflasche. Denn die beiden Optionen sind eher als Alternative zum Aperitiv mit Alkohol gedacht. „Mojito Style“ soll mit frischer Minze-Note und Zitrusakzenten punkten, das „Bitter Orange“ eine prägnante Bitternote und Orange mit Kräutern ausspielen. Dank Rübenzucker und natürlichen Aromen sowie vergleichsweise hohem Saftanteil (4 bis 5%) soll der natürliche Geschmack im Fokus stehen. Bei unserem Trinkprotokoll fällt das vor allem beim „Mojito Style“ gleich auf.
Dieser „Fizzz“ ist hellgelb und zart getrübt, womit man sich auf Frucht im Mineralwasser der Thermenregion freut. Der Duft liefert sie auch – wie eine komplette Limettenschale riecht der neue Drink. Mit grüner Außenseite und herb-weißem Innenleben hat man die Frucht vor dem Auge. Die Anmutung einer Zitronenlimonade prägt den geschmacklichen Erst-Eindruck. Eine wichtige Ausnahme sei aber erwähnt: Es herrscht kaum Süße. Stattdessen darf die Limettennote frisch und immer herber werden. Die „grünen“ Akzente erweitert dann der Nachklang. Er erinnert auch an Minze, bleibt vor allem aber schön erfrischend. Fehlen nur noch die Limetten-Scheibe und Eiswürfel!
Diesen herb-süßen Duft kennt man. Schwer lässt er sich auf eine Note (Süßorange? Rhabarber?) einschränken, doch man hat eine eindeutige Assoziation: Italienischer Aperitif. Wie ein „Americano“ riecht es aus dem Glas, auch die spritzige Kohlensäure kitzelt die Nase. Kühl und mit einem klareren Orangen-Ton kommt dieser „Fizz“ daher. Die bittere Noten machen am Ende ein recht erwachsenes Getränk daraus. Denn die Wurzelbittere ist deutlich und noch lange zu merken.
Wer öfter Bitterlimonaden aus Italien trinkt, wird an eine Schnittmenge aus rotem „Crodino“ und Lurisias „Chinotto“ denken. Dass man diese Geschmackswelt – mit deutlich weniger schmeckbarer Süße – nach Österreich bringt, macht Freude. Nicht nur im Sommer!
Bezugsquelle:
Vöslauer, „Fizz“ ist in den Geschmacksrichtungen jeweils um EUR 1,99 (0,44 Liter-Flasche) in Billa-Filialen österreichweit erhältlich, www.shop.billa.at





